Dienstag, 30. Dezember 2014

Winter in der toskanischen Pfalz


Winter in der toskanischen Pfalz, so wie er aussehen sollte. Der aktuelle Winter ist irgendwie nicht so wirklich photogen also habe ich ältere Photos gesucht und dabei festgestellt, dass ich 10 Jahre hier wohne. Es sind die ersten Winterphotos, die ich damals gemacht habe.
Winterabend in der toskanischen Pfalz, unerwartet sanftmütig in pudrigem Pastell, denn der Tag war klirrend kalt:



Jeder knochige Ast , jeder zarte Grashalm , jedes welke Blatt hatte sich über Nacht in ein Schmuckstück aus feinstem, in allen Farben schillerndem Kristall verwandelt.


Trotz aller Begeisterung für das Spektakel hatte ich Sorge um meine Exoten, für die das wohl nicht ganz die richtigen Lebensbedingungen sind. In unserer exponierten Lage ist die jeweilige Wetterlage immer etwas ausgeprägter, also von Allem immer etwas mehr. Moderat ist hier eigentlich nie etwas - und ich mag das. Der Bambus packt das , aber die Palmlilien... die hab ich die folgenden Jahre gut eingepackt. 


Der Morgen war geradezu unheimlich erstarrt , so als hätte die Schneekönigin höchstpersönlich einen allumfassenden Zauber ausgesprochen. Bizarre Formen, kältestes Winter-Eisblau. Das hat dann wohl die Sonne auf den Plan gerufen, die dem Ganzen mit voller Strahlkraft Einhalt geboten hat. Und so endete der Tag in der watteweichen Winter-Idylle auf dem Intro-Photo und es gab von morgens bis abends etwas zu Bestaunen.

Der Winter in der toskanischen Pfalz treibt seltsame  seltene Blüten , hin und her gerissen zwischen austreiben - der Sonne entgegen und innehalten - Kräfte sammeln. So geht es mir auch gerade.
Vielleicht kommt jetzt bald der kälteste Tag und öffnet mir den Blick. 

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