Mittwoch, 31. Dezember 2014

Dezember in der toskanischen Pfalz

© Jeanette Kopf | Bekleidungs-Manufaktur.de

Ein Dezemberabend in der toskanischen Pfalz. Mystisch, unwirklich. Die letzten Jahre hatte ich leider keine Muse mehr Photos wie diese zu machen…aber das "sich Verlieren" in der überirdischen Schönheit dieser, meiner Aussicht, derentwegen ich dieses Grundstück ausgesucht habe, ist immer noch so unwiderstehlich wie am ersten Tag.

Es ist Neujahrsabend und ich möchte mich bedanken bei denen, die die ersten Musterteile gekauft haben. Besonders für das Leuchten in den Augen der jungen Frau, die sich vom Papa die Redingote-Jacke zu Weihnachten gewünscht und bekommen hat. Es werden noch einige wenige gefertigt , Photos und Infos dazu habe ich vor auf einer "Bazaar-Seite", mit Stücken aus verschiedenen Kollektionen, hier zu zeigen.
Lieben Dank an die Suse, die sich spontan den Afro-Sarong-Rock bestellt hat, den bekommt sie, den Allerersten aus der auf 10 Stück limitierten Serie.
Dank an diejenigen, die mir nette Kommentare schreiben oder meinem Tun auf andere Art Aufmerksamkeit schenken.
Herzlichen Dank an meine Mitarbeiterin, die liebe Frau Melanie, die mit ganzem Herzen bei der Sache ist, meine Auf und Abs mit mir teilt und es versteht mir immer wieder Mut zu machen.

Euch allen einen wundervollen Start in ein gutes, neues Jahr 2015!

© Jeanette Kopf | Bekleidungs-Manufaktur.de

Dienstag, 30. Dezember 2014

Winter in der toskanischen Pfalz


Winter in der toskanischen Pfalz, so wie er aussehen sollte. Der aktuelle Winter ist irgendwie nicht so wirklich photogen also habe ich ältere Photos gesucht und dabei festgestellt, dass ich 10 Jahre hier wohne. Es sind die ersten Winterphotos, die ich damals gemacht habe.
Winterabend in der toskanischen Pfalz, unerwartet sanftmütig in pudrigem Pastell, denn der Tag war klirrend kalt:



Jeder knochige Ast , jeder zarte Grashalm , jedes welke Blatt hatte sich über Nacht in ein Schmuckstück aus feinstem, in allen Farben schillerndem Kristall verwandelt.


Trotz aller Begeisterung für das Spektakel hatte ich Sorge um meine Exoten, für die das wohl nicht ganz die richtigen Lebensbedingungen sind. In unserer exponierten Lage ist die jeweilige Wetterlage immer etwas ausgeprägter, also von Allem immer etwas mehr. Moderat ist hier eigentlich nie etwas - und ich mag das. Der Bambus packt das , aber die Palmlilien... die hab ich die folgenden Jahre gut eingepackt. 


Der Morgen war geradezu unheimlich erstarrt , so als hätte die Schneekönigin höchstpersönlich einen allumfassenden Zauber ausgesprochen. Bizarre Formen, kältestes Winter-Eisblau. Das hat dann wohl die Sonne auf den Plan gerufen, die dem Ganzen mit voller Strahlkraft Einhalt geboten hat. Und so endete der Tag in der watteweichen Winter-Idylle auf dem Intro-Photo und es gab von morgens bis abends etwas zu Bestaunen.

Der Winter in der toskanischen Pfalz treibt seltsame  seltene Blüten , hin und her gerissen zwischen austreiben - der Sonne entgegen und innehalten - Kräfte sammeln. So geht es mir auch gerade.
Vielleicht kommt jetzt bald der kälteste Tag und öffnet mir den Blick. 

Montag, 1. Dezember 2014

Bazaar-Styles :: …Marrakesh-Loungewear…

Photo&Anzug © Bekleidungs-Manufaktur
Zwei Monate keine Zeit für die Manufaktur - desillusionierend. Dauert Alles länger, …also habe ich überlegt, wie ich die Wartezeit bis zur Ethno-Couture-Schau verkürzen könnte.

Plan B :: BAZAAR - STYLES ::
Ich werde einige meiner "never out of style"-Modelle frisch überarbeiten und neu auflegen ; – so klappt das vielleicht auch mit dem Aufbau eines Werkstatt-Teams.
Es sind Modelle, die inzwischen über ein Jahrzehnt immer wieder in kleinen Serien nachproduziert werden, - geliebt und immer wieder nachgefragt.
Den Anfang macht der "wahrscheinlich beste Lounge-Spa-Nightwear-Anzug" der Welt. Neben meinem Sarong-Rock und einem Wasserkocher, eines der essentiellen Dinge, die als Erstes in den Reisekoffer gepackt werden, also unentbehrlich. …was wohl jeder meiner Reisegefährten bestätigen kann.

Photo&Anzug © Bekleidungs-Manufaktur

Was der so Alles kann?
Ibiza           - die Hemdbluse lässig überm Bikni-Top geknotet zur heavy-used Jeans…
Istanbul      - die 7/8 Hose mit T-Shirt oder Hemd auf dem Gewürzmarkt…
Goa             - entspanntes Outfit zum Yoga am Morgen…
Florenz       - abends noch einen Roten auf der Terrasse der Villa …
Marrakesh  - genau das Richtige für´s Wohlfühl-Spa-Ritual…

… die Reihe lässt sich fortsetzen, man kann aber auch schnell, mit ´nem Sweat drüber, zum Bäcker  oder dem Postboten bedenkenlos die Tür öffnen   oder auf der Couch "rumloungen"
oder einfach ins Bett damit, als Pyjama.

Photo&Anzug © Bekleidungs-Manufaktur

Größen    ::     36      38/40     42      44/46
Farben     ::     grüner Tee     oder    goldener Honig
Material   ::     Feinjersey in pflegeleichter Baumwollmischung

Demnächst in meinem Bazaar… in der Farbe Honig gibt es bereits die ersten Teile in den Größen 36 und 38/40.

Haben-Wollen-Anfragen mit Details zu Preis, Sonderausstattungen und Versandmodalitäten beantworte ich gerne per Mail, blog@bekleidungs-manufaktur.de

Photo&Anzug © Bekleidungs-Manufaktur

Freitag, 31. Oktober 2014

… Style # 10 Maharani - Suit … das Photo

Photo © Michael Mann                      MaharaniSuit © KOPF |  Bekleidungs-Manufaktur
Von der Skizze über die Entwicklung von Style # 10 Maharani Suit zum Modephoto …photographiert hat Michael Mann.
Ethno-Couture, das ist es, was ich mache, mein Ding. Modelle im Ethno-Stil aus prächtig-opulenten Stoffen, angefertigt in Couture-Manier in nonchalanter Styling-Attitüde.
Attitüde lässt sich nur per Photo | Styling vermitteln und so kann man, wie ich hoffe, zum ersten Mal etwas von dem erkennen, was ich im Sinn habe.
Die wunderschöne Frau Nina entspannt, selbstbewusst, natürlich - elegant ohne jegliches Brimborium, ganz bewusst unaufgeregt - ganz everydays Maharani.
Meine Styles paare ich gerne mit "Super-Basics" wie Tanktops, Rollkragen-Pullover, Denim - alles in besonders schöner Ausführung - Partner dürfen gerne gegenläufig schlicht sein, sollten aber ebenbürtig in Wertigkeit sein. Maharani-Blusenjacke mit Jeans, schmale Sari-Hose mit Rolli oder Ripptanktop … Neben "großer Auftritt", wie oben, bietet der "MaharaniSuit" überraschende Optionen für Casual-Stylings. Gerade durch den Twist zwischen "entspannt und prächtig " ergibt sich die Attitüde einer nonchalanten Opulenz, - Ethno-Couture.

Samstag, 18. Oktober 2014

…endlich " richtige Bilder "…

Photo © Michael Mann                         Sarihose © Bekleidungs-Manufaktur.de
Bei Style # 8 war ich schon recht unglücklich, denn meine Photographier-Möglichkeiten waren an ihre Grenzen gestoßen. Hier nun "richtige Photos" von der Hose aus Antik-Sari.
Angezogen ist das ganz unvergleichlich anders.  Ich bin selbst überrascht, habe ich doch noch
" kein Modell am Modell " gesehen.
Photographiert hat der liebe Herr Michael Mann die wunderschöne Frau Nina. Ganz lieben Dank
an die beiden für diese Unterstützung. Eine wunderbare Idee meiner Mitarbeiterin, der lieben Frau Melanie, die das Ganze auch noch initiiert hat - Dankeschön !
Photo © Michael Mann                         Sarihose © Bekleidungs-Manufaktur.de

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Herbst in der toskanischen Pfalz

… so mediterran, wie sie bis vorgestern noch war.
Nicht von ungefähr nenne ich sie gern meine Toscana…meine Ecke der Südwestpfalz. Wenn auch nicht ganz so südlich-warm wie die Vorderpfalz, so fühlen sich doch auch hier exotische Gewächse heimisch.
Geradezu tropisch, die Anmutung der letzten Tage : Wenn nach dem Sommer die erste kühlere Nacht anbricht, dann scheint sie wach zu werden, die Strelitzie und entfaltet ihr extravagantes Gefieder - die Paradiesvogelblume. Zusammen mit blaugrünen Palmlilien, gelbgrünem Bambus und, in allen Rot-Orange-Gelb-Nuancen glühenden, Essigbäumen ergibt das einen Farbrausch, als würde es kein Morgen, – und keinen Herbst geben.















…ach,  ein  Photo noch, – mit mehr "Palmen" als Hintergrund, glaubt mir doch sonst keiner…



Donnerstag, 2. Oktober 2014

Fashion Week Paris!!! … und Nix zum Zeigen!

Paris Fashion Week  - da kann man nichts dem Zufall überlassen. Also nicht nur einen Schauenplan ausgearbeitet, nein, auch der Metroplan muss sitzen;-). Besonders im Hinblick auf meine Fähigkeit Automaten, Maschine und sonstiges Gerät einzig durch Kraft meiner Gedanken zu irritieren. Mechanik/Elektronik kommen zum Erliegen, kaum dass ich mich Ihnen nähere, – oder mein Metroticket einstecke. Mein Begleiter, der liebe Herr R., hatte spontan die Erklärung für dieses Phänomen : Aufregungs-Magnetismus!

Man läuft also am Grand Palais zur Chanel Show ein, wo sich die "fashion crowd" bereits versammelt hat und wird, kaum dass man das Tageslicht aus einem Schacht der Metro heraus wieder erblickt, "abgeschossen". ( - der Herr mit den roten Schuhen ist Adam Katz Sinding,  der  Fashion- Photo-Journalist) Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, besonders wenn man ewig nicht richtig geschlafen und einen ausgesprochenen"bad hair day" hat.…in solch desolatem Zustand sollte man vielleicht nicht unbedingt MessingGold mit Zinnoberrot tragen. Aber, was soll ich sagen, Style # 5 inklusive Jaspiskette war rund um die Uhr komfortabel, klimatisiert und nicht mal angeknittert…und man kann nicht behaupten, dass ich in der (einheitlich dunklen) Masse untergegangen wäre ;-)

Leider ist mir das mit dem Photographieren überhaupt nicht gelungen - ich habe es nicht fertig gebracht Leute einfach so, ungefragt, möglichst aus nächster Nähe, abzulichten. Einzige Ausnahme ist Madame unten, die mir quasi direkt vor die Linse gerannt ist.
Richtigen Spass hingegen hatte Herr R., der eine beachtliche Quote von "Promiabschuss" aufweisen kann und die beiden Photos oben gemacht hat.

































Bei Valentino, unten, war die tumultartige Ansammlung fast noch größer, was mit Sicherheit auf den 500 Meter (!) langen, weißen Laufsteg zurück zuführen ist, der draußen vor dem Zelt für die ankommenden Celebrities ausgelegt war. Das Eldorado für Photographen – Alles was Rang und Namen hat an Modells, Magazin-Chefinnen, VIPs, Einkäufern. Jetzt weiß ich wie und wo all diese Street-Style-Photos entstehen, die in Portalen, Magazinen rund um den Globus erscheinen. Richtig spannend war es mitten drin in dieser aufgeregten Atmosphäre zu stehen, wenn auch mit inzwischen leerem Akku.

































Aber der Tag war noch lange nicht zu Ende...nach ein paar weiteren Locations noch die Ausstellung "Dries van Noten-Inspirations "  im Musée  `Les Arts Decoratifs´ angeschaut
 - wie schön!
Im Vorbeigehen fallen mir die extravaganten Puppen eines Ladens auf -Talbot Runhof. Im Inneren klares, zurückhaltendes Interieur, man bringt mir gerade den neuen Katalog … und oh ! da kommt Johnny Talbot die Treppe runter, freut sich, dass ich mich freue (oder vielleicht weil ich so wunderbar ins Farbkonzept passe ? ). Aufmerksam und überaus freundlich wird mir erklärt wie aufwändig die neuen Bodenelemente gearbeitet wurden, wie es zur Gestaltung der Treppe als dicke Filzrolle kam und dass in der oberen Etage gerade die Einkäufer die brandneue Kollektion ordern.
Total überrascht rede ich in drei Sprachen gleichzeitig. Als Photo dokumentiert von Herrn R. …und jetzt sollten wir uns auf den Weg zum Zug machen…




















…ach, aber der neue Margiela-Femme-Store, in der Rue Montpensier,  ganz in Weiß und die Mädels haben alle diese weißen Kittelchen an - très jolie! Normalerweise muss man klingeln aber Mademoiselle winkt schon auffordernd von drinnen, da kann man doch nicht widerstehen…und so hätten wir fast den Zug verpasst.
Was für ein Tag!!!  Fashion Week in Paris, keine Bilder zum Zeigen - aber so viele Eindrücke.
Bis zum nächsten Mal, ich freu mich schon.

Montag, 29. September 2014

Style # 10 ...Maharani Suit...

Modell&Photo © Bekleidungs-Manufaktur.de

Er ist fertig, der Maharani-Suit für die Fashion Week. Angesichts der sommerlichen Temperaturen werde ich mich jedoch kurzfristig für etwas anderes zum Anziehen entscheiden. Von Innen wie von Außen ordentlich gearbeitet, mit eingefassten Nähten und Satin-Säumen, die als 2mm Paspelkanten überstehen hat es etwas länger gedauert - Maharani-Couture eben.

Modell&Photo © Bekleidungs-Manufaktur.de

Modell&Photo © Bekleidungs-Manufaktur.de

Modell&Photo © Bekleidungs-Manufaktur.de

Opulente Ornamentik hat nicht von ungefähr den Beinamen "starr". Genau diesen Effekt wollte vermeiden und statt dessen die anschmiegsame Weichheit eines kaum spürbaren Seidenschals erhalten, den man umlegt und sich wohlfühlt.
Also keine Verstärkungen, Futter, etc. … etwas Halt braucht es dennoch, die Lösung bleibt mein Geheimnis.
Modell&Photo © Bekleidungs-Manufaktur.de


EIn ungewöhnliches Material erfordert von Beginn an ungewöhnliche Maßnahmen, - wie viele, das hatte ich nicht mal ansatzweise geahnt. 


Zunächst mal hin und her tüfteln wie die äußerst prägnanten Elemente zu verteilen sind. Elemente, die nicht passen zerschneiden und neu zusammen setzen.


Kleinste Abweichung in der Symmetrie beim Zuschnitt oder Nähten sind unverzeihlich, d.h. "halbe Blüte am rechten Ärmel vorne an der Naht" muss sich gegenüber exakt spiegeln, sonst sieht es misslungen aus.


Übliche Verschlüsse passen so gar nicht, da will wohl etwas erfunden werden …
Ich hoffe ich kann demnächst ein " so sieht das angezogen aus"- Photo zeigen.…und jetzt muss ich mich für ein Outfit für Paris entscheiden.

Donnerstag, 25. September 2014

Style # 9 Kaftanbluse - bestickter Seidenchiffon

Model&Photo © bekleidungs-manufaktur.de

Eine weiteres Modell einer Kaftan-Bluse, diesmal ganz klassisch geschnitten : Brustabnäher für den perfekten Sitz einer sanft umspielenden Silhouette, die Ärmel eingesetzt. 
Die Verarbeitung dagegen ist eine Herausforderung. Das Wort ` Chiffon´ lässt selbst erfahrene Schneiderinnen erschauern, was sich aber durch Pailletten-Bestickung noch steigern lässt. Nein, die Paisleys wurden nicht aufgestickt, die waren beim sündhaft teuren Material inklusive. 
Aber zwangsläufig werden die Motive beim Zuschneiden durchtrennt und lösen sich in flirrend-funkelnden Pailletten-Regen auf. Drübernähen ist auch nicht, also werden die angeschlagenen Motive von Hand ergänzt und so fixiert, dass weiteres Auflösen gestoppt und die Nähte wiederum von Pailletten befreit sind. 
Der Ausschnitt ist ein Versuch, der sich als recht schmeichelnd erwiesen hat, sowohl in Form als auch durch den seidigen Satin. Zudem bildet er den Fixpunkt für den Hauch von Nichts.
Betont schmale Schultern geben dem zarten Hemdchen Halt, - als Bluse oder leicht wehendendes Sommerkleid mit passendem Unterkleid.
Ich werde nun die Augen aufhalten auf der Suche nach den schönsten Seiden-Chiffons, damit es von dem Ding möglichst viele verschiedene, individuelle Varianten, Farben und Ausführungen für die Kollektion gibt. 

Model&Photo © bekleidungs-manufaktur.de

Sonntag, 31. August 2014

Fashion Week Paris !!! … und Nix zum Anziehen !

Zeichnungen&Photo © bekleidungs-manufaktur.deUnglaublich aber wahr, der liebe Herr R., seines Zeichens mein Begleiter für Kunst&Kultur, hat kurzfristigst noch Bahntickets für einen der letzten, und somit besten, Tage der Fashion Week in Paris organisiert (…die großen Namen treten nun mal erst am Ende als Highlight des Schauenplans auf ). Der saisonale Marathon durch alle Modemetropolen ( Berlin, NY, Stockholm und Kopenhagen mag ich sehr - weil sehr unabhängig und eigenständig,… London, Mailand …) findet hier seinen Höhepunkt - die Paris Fashion Week mit den Kollektionen für die kommende Saison Frühjahr/Sommer.
Also freudige "Aber ja - mais ouis ! "-Entscheidung im Bruchteil einer Sekunde … ab der zweiten Sekunde dann Gewahrwerden der Tragweite meines Tuns und ausufernde  " was soll ich nur anziehen?! "-Panik.
Nicht, dass in meinem Boudoir wirklich `Nix´ wäre, aber da ist natürlich der Ehrgeiz etwas aus der eigenen Kollektion zu tragen…………
……die einen Rückschlag von sechs Wochen erlitten hat. Nein, ich möchte nicht drüber reden, das Lamento wäre unerträglich; - für Aufmunterung jeglicher Art bin ich empfänglich.

Eine weitere Antik-Sari-Hose hat es gegeben und mit der Umsetzung der Entwürfe oben für ein Ensemble ich angefangen:
  • Blusenjacke aus dem Pallu eines Saris, - der prachtvolle Ornamentteil in der Mitte des Photos.
  • schmale Hose, deren Saum eine Sariborte bildet, die sich als Hüftbund, wie ein goldener Gürtel, wiederholt 
  • komplettiert durch ein passendes Trägerhemdchen und einen 
  • schmal-lässigen Rock im casual Sari-Style
    Kombiniert mit schlicht-hochwertigen Teilen wie Jeans, Pullovers und Shirts wäre das die Basis-Garderobe einer "everydays Maharani ". 
Die hüftschmale Hose geht über ein schlankes Knie in einen leicht ausgestellten Saum und findet ihren Abschluss in verstärktem Sari-Ornament. Macht richtig lange Beine und tadellose Figur - gefällt.

Was mir inzwischen gar nicht mehr gefällt sind die Photos auf der Torsopuppe mit dem unguten Lichteinfall…
da muss eine andere Lösung her - angezogen ist das etwas ganz und gar Anderes. Ich erbitte etwas Geduld - ich arbeite dran.

Fragt sich, ob ich das Ensemble für die Fashion Week fertig bekomme, - aber da gibt es noch eine weitere Hürde : wie schrumpfe ich mich da hinein?! dieser schöne Stoff gibt auf Grund seiner Beschaffenheit (Satinbindung) keinen Millimeter nach, sollte also in der richtigen, eher großzügige-eleganten Größe getragen werden. Das sieht nicht gut für mich aus, aber eine wirklich schöne Vision.

Montag, 28. Juli 2014

Getreide-Sommer in der toskanischen Pfalz

Es ist schon einige Wochen her…ich war eine kleine Runde Laufen am Abend…und dann – diese Farben, diese Struktur… perfekte Gestaltung von Mutter Erde.
Erste Assoziation – Leinenstoff - spröde, trocken, kühlend, körnige Struktur, von der Sonne gebleicht zum perfekten Farbdialog.


So einen Stoff sollte es geben dachte ich, in diesem staubigen BlauGrün – dabei hatte ich ihn schon !

Ein Satin-Sari in dunkel-glänzendem PetrolGrün, sogar die Ähren in GetreideGold sind eingewebt ! Das Unter-Bewusstsein hatte ganz subtil die richtigen Bilder verknüpft. 

Inzwischen wirkt das Ganze vielmehr wie ein authentisch gealterter, ausgeblichener Denim – nicht minder anziehend, in Farbschattierungen von Indigo-Violett bis BlassBlau, durchzogen von getreidebleichen Ährenhalmen. Beim Denim-Stoff sind das die hellen Fäden, die eingewebt werden, denn nur die im Webstuhl aufgespannten Kettfäden sind blau gefärbt.
Wo ist der Stoff zu diesem Bild ? sicher findet sich etwas in meinen wohl geordneten Beständen…







Freitag, 18. Juli 2014

Style # 8 sehr weite Hose aus antiker Sari-Seide

Ein neues Kapitel - Hosen. 
Ich verwende keine Fertigschnitte, was bedeutet, dass ich mir für alle Grundformen wie Röcke, Hosen, Blusen, Jacken.... zunächst von Grund auf so etwas wie  "Leisten | Model | Grundschnitte " anfertige... mit all den Eigenschaften und Merkmalen, auf die ich Wert lege. Somit ist bereits von Beginn an die persönliche Handschrift prägend, – es soll ja meine Signatur-Kollektion werden.
Nur wenn man die Parameter des Ursprungs kennt, kann man auch daran drehen - und diese Grundschnitte sind die Basis, über die ich alle folgenden Modelle entwickle.

Es gibt Designer, die geben ihren Direktricen Skizzen mit einer Silhouette und den darauf auszuführenden Details … und es gibt Designer, die erschaffen völlig neue dreidimensionale Objekte, wie Yamamoto, der stundenlang an einem Schnitt faltet, aufschneidet, zuklebt... oder Azzedine Alaia, wenn er an einer Schneiderpuppe Stoff-Stücke zu einer Skulptur formt, Mme. Grès, die die Bewegung eines Stoffs zu einem Kleid machte oder Mme. Vionnet, die Erfinderin meines geliebten Schrägschnitts. Sie schaffen keine saisonale Dekoration, sondern Dinge von beständigem Wert und zeitloser Schönheit. …mit und durch Leidenschaft, die bisweilen Leiden schafft.

Wenn´s mal wieder nicht enden will stell ich mir einfach vor, das diese Größen vielleicht auch manchmal verzweifeln …

Model&Photo © bekleidungs-manufaktur.de


Schlichtes Modell einer sehr weiten Hose - der antike Sari war schon recht mürbe, hatte Löcher und sehr knapp bemessen. Der Gebrechlichkeit wurde mir großzügiger Weite entsprochen um ihn nicht zu sehr zu strapazieren, die Löcher liebevoll in Handarbeit unterlegt  und was an Fitzel an einer Stelle übrig war, an der anderen Stelle wieder dran genäht, damit es irgendwie reicht … also wohl original so, wie die Frauen das nach ´m Krieg gemacht haben. 
Das ist ziemlich bescheuert, aber ich konnte nicht anders. Diese morbide Optik, wie aus einer anderen Epoche, Orient-Stil der 20er, Seiden-Satin, schwer fallend, kühl und schmeichelnd auf der Haut, Brokat-Einwebung, dieses Farbspiel , Ochsenblut und Kupfer, wie meine Lieblings-Perlen…

Dienstag, 10. Juni 2014

Style # 7 Sari-Style-Rock

Modell&Photo ©bekleidungs-manufaktur.de
Die meisten Saris sind eher transparent und werden, über einem baumwollenen Unterrock, in mehreren, gewickelten Lagen getragen. Das hatte ich nicht so recht beachtet. Ein Rock in dieser Optik und Silhouette… aber mit wenigen Lagen… und einfach zu tragen…das sollte es sein! …entsprechender Entwurf ?… findet sich auf der Modellwand ( vorletzte Skizze im Post).

Dieser Sari ist im Blockdruckverfahren bedruckt, - diese hölzernen Druckstempel hat man vielleicht schon mal als schmückende Elemente westlicher Interieurs gesehen. ( Falls nicht zeige ich gerne mal meine Druckstöcke..., - mit dem Drucken bin ich noch am Experimentieren...) Das Besondere - ähnlich wie bei afrikanischer Batik ist das Motiv durch den satten Farbauftrag auf rechter und linker Stoffseite gleich intensiv ausgeprägt.
Das Auswaschen eines Baumwoll-Saris ist immer eine Überraschung : das, mit Reiswasser brrretthart gestärkte, auf minimalstes Volumen geplättete Sari-Din-Format [ super im Fluggepäck ] verwandelt sich entweder in einen hauchzarten Voile-Schleier, der allein durch die etwas gewichtigere Borte am DavonSchweben gehindert wird oder , wie in diesem Fall, in eine fast leinenartige Gaze und ebenso edel knitternd.
Der untere Rock hat vorne eingelegte Falten im Sari-Stil, für die "Laufweite" bei ansonsten schmaler Silhouette, und ist ganz klassisch mit Formbund gearbeitet. Der Überrock wird vorne einmal um sich selbst geschlungen und nach hinten gebunden - ergibt die hyperfeminine Hüft-Drapierung.

Trotz exakt abgestimmten Stoffs für´s Oberteil hab ich mal noch keines gemacht. Ich würde sogar ein schlichtes, pures Rippen-Tanktop dazu bevorzugen - für den" edge twist" zum Archetypus, der das Ganze als kontemporäres Design ausweist, den "every-day´s Maharani"-Stil eben.
Es geht beides wunderbar und - dieses Prototypen-Modell werde ich behalten. Angezogen, mit etwas mehr Volumen als die size zero auf dem Photo, kommt es fast besser zur Geltung… ist ja auch maßgefertigt, so wie später die Original-Kollektion.
Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen, die einen gewissen Spielraum zulassen wird es in einer exakten Größe getragen.

Modell&Photo © bekleidungs-manufaktur.de

Freitag, 30. Mai 2014

Style # 6 Archetypus Sarong | Modell 2

Modell&Photo © bekleidungs-manufaktur.de

Der Mai war alles andere als ein Wonnemonat....

.... wenigstens ein weiteres Modell aus der Archtypus-Serie Sarong ist dennoch fertig geworden.
Der Nachfolger meines nahezu "zer-liebten" Sarongs (erstes Photo vom Archetypus-Eintrag im Dezember ) -  als schnittfertiges, nach-produzierbares Modell.
Weniger indisch als vielmehr afrikanisch anmutend, was sicher am Afro-Ethno-Druckmotiv auf veritabler "Cotton-made-in-Africa"-Baumwolle liegt. ...hatte sich in Ermangelung eines geeigneten Saris angeboten - die Sari-Variante folgt. Ein schönes Beispiel dafür, wie kulturübergreifend Archetypen sind.

Seitennähte können unangenehm auftragen und wellen, gerade beim sonst so angenehmen Bias-Cut, also wurden diese dahin verlegt, wo sie nicht stören. Die Seitenlinie hat somit absolut "freien Fall".
Zwei-lagiges Modell : ein langer Rock, trotz schmaler Silhouette mit genügend Weite für raumgreifende Schrittlängen, mit einem drapierten Überrock, der die Hüftkurve betont. Das Beste - lässt sich immer auf das optimale Mass der jeweiligen Tagesform einstellen. Die Kurve an der suboptimalen Stelle, Bäuchlein genannt, ... wer würde so etwas unter den dekorativ geknoteten Enden der Schleife vermuten ;-)

Modell&Photo © bekleidungs-manufaktur.de



Mittwoch, 30. April 2014

Style # 1.3 Chiffon-Kaftan-Kleid

KaftanKleid Modell + Photo ©bekleidungs-manufaktur.de

Style # 1 ist bereits bekannt als BlusenModell in Chiffon und Satin. Diesmal in Kleiderlänge und mit Tragevarianten : einmal als zarter Hauch über einer superschmalen Hose, einer slimfit Jeans oder aber als veritables Kleid - das separate Unterkleid macht´s möglich. 
Das Stück fiel zunächst einem Bügelunfall zum Opfer, weshalb ich es erst mal zur Seite gelegt habe.
Das Malheur ist rechts unten am Saum nunmehr als Inkrustation zu sehen, – gemäß meinem Motto, dass ein Hindernis schließlich auch immer die Chance einer ganz besonderen Interpretation birgt.

Was mein favorisierter Bias-Cut so alles kann, lässt sich am folgenden Photo besonders gut demonstrieren :
was da so schmal in sich zusammen fließt ist nicht etwa Size Zero – nein, es ist die Fähigkeit einem festen Gewebe per Schrägschnitt ungeahnte, anschmiegsame Beweglichkeit und Elastizität zu entlocken. Beim Hineinschlüpfen passt es sich vollständig der Silhouette an, ohne irgendwo einzuengen, man braucht nicht mal einen Reißverschluss.
Fasziniert mich einfach immer wieder … von diesen sanft umhüllenden Zauberdingern gibt es also sicher noch mehr …